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Selbstfürsorge für Eltern – Warum sie so wichtig ist und wie sie gelingen kann

Elternsein ist unsere Herzensaufgabe – und manchmal ein echter Kraftakt. Kleine Kinder fordern Energie, Aufmerksamkeit und Liebe. Dabei vergessen viele Eltern, auch für sich selbst zu sorgen. Doch genau das ist entscheidend: Nur wer seine eigenen Batterien regelmäßig auflädt, bleibt langfristig ausgeglichen, gesund und voller Energie. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit – für dich, deine Familie und das gesamte Familienleben.

Hier findest du wertvolle Tipps und Anregungen, wie du Selbstfürsorge ganz praktisch in deinen Alltag integrieren kannst.

Selbstfürsorge – Was bedeutet das eigentlich?

Zuerst eine wichtige Klarstellung: Selbstfürsorge ist nicht Selbstoptimierung. Es geht nicht darum, ein Idealbild zu erfüllen oder den perfekten Alltag zu gestalten. Vielmehr geht es darum, achtsam mit den eigenen Bedürfnissen umzugehen. Manchmal bedeutet das, eine Pause einzulegen, anstatt zu funktionieren – auch wenn das Bad noch geputzt werden müsste. Die Frage ist: Was tut dir jetzt gerade gut?

Kleine Momente, große Wirkung

Selbstfürsorge muss nicht immer viel Zeit kosten. Oft reichen schon ein paar Minuten am Tag, um Energie zu tanken. Hier einige Beispiele:

  • Ein Spaziergang an der frischen Luft.
  • 10 Minuten Meditation oder bewusstes Atmen (z. B. mit der 4-7-8-Technik: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen).
  • Eine Tasse Tee/Kaffee genießen – ganz ohne Ablenkung.
  • Eine Lieblingsmusik hören und dazu tanzen.

Je regelmäßiger du solche kleinen Pausen einplanst, desto stärker wirst du die Wirkung spüren.

Alte Energiequellen wiederentdecken

Viele Eltern verabschieden sich mit der Geburt eines Kindes von Hobbys, die ihnen früher Freude bereitet haben. Doch das muss nicht sein. Überlege: Was hat dir früher Spaß gemacht? Vielleicht kannst du ein altes Hobby mit kleinen Anpassungen wieder in dein Leben holen – sei es, wieder zu malen, ein Instrument zu spielen oder zu lesen.

Dein Netzwerk ist Gold wert

Selbstfürsorge bedeutet auch, sich Unterstützung zu holen. Familie, Freunde oder andere Eltern können wertvolle Helfer sein, um dir Zeit für dich zu ermöglichen. Trau dich, um Hilfe zu bitten – ob für eine Stunde Kinderbetreuung oder ein offenes Gespräch. Und denk daran: Gemeinsam geht vieles leichter.

Schlaf: Die Basis für alles

Schlafmangel ist für Eltern oft Alltag. Doch ausreichend Schlaf ist die Grundlage für körperliche und seelische Gesundheit. Versuche, Prioritäten zu setzen:
         …Wechsle dich mit deinem Partner bei der nächtlichen Betreuung ab.
         …Gönne dir eine frühe Schlafenszeit, wenn möglich.
         …Nutze kurze Mittagsschläfchen, wenn deine Kinder auch ruhen.

Zusätzliche Tipps für mehr Wohlbefinden

Bewusst Medienzeit reduzieren

Viele Eltern merken, dass übermäßiger Medienkonsum (z. B. Social Media) sie zusätzlich stresst. Setze dir feste Zeiten, in denen du bewusst offline bist, um deine Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Weniger Bildschirmzeit kann Wunder wirken, um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Zeit im Freien verbringen

Natur hat eine beruhigende Wirkung. Ein Spaziergang im Park, eine kleine Wanderung oder einfach Zeit im Garten helfen dir, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die frische Luft und das Sonnenlicht tanken deine Energie wieder auf.

Selbstfürsorge als Paar

Wenn du in einer Partnerschaft bist, lohnt es sich, gemeinsam an eurer Selbstfürsorge zu arbeiten. Regelmäßige Date Nights, ein gemeinsames Abendessen ohne Ablenkung oder Momente der Stille zu zweit sind kleine, aber kraftvolle Rituale, die euch stärken.

Reflexion als Methode

Stelle dir selbst regelmäßig Fragen wie: „Wie fühle ich mich gerade?“ oder „Was brauche ich wirklich?“ Diese Reflexionen helfen dir, deine Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen, bevor Stress und Erschöpfung die Oberhand gewinnen.

Grenzen setzen und „Nein“ sagen lernen

Zu viele Verpflichtungen, Termine und Erwartungen – das kann schnell überfordern. Lerne, Grenzen zu setzen und auch mal „Nein“ zu sagen. Gönn dir bewusste, unverplante Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Dein Wohlbefinden wird es dir danken.

Dankbarkeit und Achtsamkeit kultivieren

Stress und Alltag lassen uns oft den Blick für die schönen Momente verlieren. Eine einfache Übung, um das zu ändern: Schreib jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das schärft deinen Fokus auf das Positive und fördert Zufriedenheit.

Selbstfürsorge ist das Fundament

Ihr seid der Motor eurer Familien – und ein Motor braucht regelmäßige Pflege, um gut zu funktionieren. Selbstfürsorge ist keine egoistische Entscheidung, sondern ein wichtiger Baustein für ein glückliches, gesundes Leben. Deine Kinder lernen von dir, wie man achtsam mit sich selbst umgeht. Sei ihnen ein Vorbild und zeig ihnen, wie wichtig es ist, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.

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