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Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – eines der häufigsten Beschwerden. Ob als leichtes Ziehen oder massive Bewegungseinschränkung: Fast jede zweite Schwangere ist davon betroffen. Doch was steckt dahinter, und wie kannst du präventiv oder lindernd handeln?

Warum Rückenschmerzen so häufig auftreten

Während der Schwangerschaft verändert sich dein Körper stark. Schon ab der sechsten Schwangerschaftswoche schüttet dein Körper vermehrt Relaxin aus, ein Hormon, das deine Gelenke, Sehnen und Bänder lockert – eine wichtige Vorbereitung für die Geburt. Gleichzeitig destabilisiert sich dadurch dein Beckenbereich, was oft zu Schmerzen führt. Das Wachstum deines Bauches und das Auseinanderweichen der Bauchmuskeln verlagern dein Gewicht nach vorne. Häufig entsteht dabei ein Hohlkreuz, das die Wirbelsäule zusätzlich belastet​.

Die Folgen: Mehr als nur Schmerzen

Unbehandelte Rückenprobleme können langfristige Konsequenzen haben:

  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Fehlhaltungen durch Schmerzen können die Mobilität stark beeinträchtigen.
  • Schlafstörungen: Rückenschmerzen erschweren erholsamen Schlaf – gerade in den letzten Monaten der Schwangerschaft.
  • Emotionale Belastung: Chronische Schmerzen zehren an den Nerven und steigern das Stresslevel.

Prävention und gezielte Linderung

Die richtige Schlafposition

Eine angenehme Schlafposition kann Wunder wirken. Die Seitenlage ist optimal: So bleibt die Blutzirkulation intakt, und dein Bauch wird entlastet. Ein Stillkissen zwischen den Knien oder ein Kirschkernkissen am Rücken kann zusätzlichen Komfort bieten​.

Bewegung ist der Schlüssel

Sanfte Bewegung stärkt die Muskulatur und stabilisiert deinen Rücken:

  • Yoga: Spezielle Schwangerschaftsyoga-Kurse helfen, deine Rückenmuskulatur sanft zu stärken und Verspannungen zu lösen. Die Kombination aus Dehnung und Atmung fördert zudem Entspannung.
  • Schwimmen: Im Wasser fühlt sich der wachsende Bauch leichter an, und du kannst deine Muskeln stärken, ohne Gelenke zu belasten.
  • Physiotherapie: Ein Profi kann gezielte Übungen anleiten, um Fehlhaltungen zu korrigieren und Beschwerden vorzubeugen​.
Wärmebehandlungen für akute Linderung

Ein warmes Bad, ein Kirschkernkissen oder sanfte Massagen können Verspannungen lösen und Schmerzen reduzieren. Beachte aber: Starke oder plötzlich auftretende Schmerzen gehören in ärztliche Hände – nicht ignorieren!​

Therapien und alternative Ansätze

Schwangere, die unter starken Beschwerden leiden, sollten sich an spezialisierte Fachkräfte wenden. Geeignete Methoden umfassen:

  • Akupunktur
  • Leichte Stromanwendungen
  • Autogenes Training
  • Spezielle Schmerzsalben (in Absprache mit dem Arzt) Bestimmte Schmerzmittel können unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, doch Vorsicht ist geboten: Nicht jedes Mittel ist für Schwangere geeignet.

Langfristig denken: Dein Körper nach der Schwangerschaft

Rückenschmerzen können auch nach der Geburt bestehen bleiben, vor allem wenn keine Prävention stattgefunden hat. Ein gezielter Rückbildungskurs hilft, den Beckenboden und die Rumpfmuskulatur wieder zu stärken.

Fazit: Hinhören statt Aushalten

Rückenschmerzen gehören für viele Schwangere dazu, doch sie sind kein Schicksal. Mit Prävention und gezielten Maßnahmen kannst du nicht nur deine Beschwerden lindern, sondern auch dein Wohlbefinden während dieser besonderen Zeit deutlich steigern. Hör auf deinen Körper und gönn dir die Unterstützung, die du brauchst – du verdienst es!

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