Eltern mit KleinkindernEntwicklung von Kindern 1 Nadine Hell April 4, 2025
Wenn ein Baby geboren wird, beginnt für viele ein ganz neues Kapitel – voller Liebe, Glück und Herausforderungen. Die Elternzeit bietet eine wertvolle Phase, in der die Bindung zum Kind wächst. Doch spätestens nach einem Jahr stellt sich für viele Familien eine wichtige Frage: Wer betreut unser Kind, wenn wir wieder arbeiten gehen?
Damit Familie und Beruf Hand in Hand gehen können, ist eine verlässliche und liebevolle Betreuung entscheidend. Zwei häufig genutzte Optionen sind die Kindertagespflege (z. B. durch eine Tagesmutter) und die Krippe. Beide haben ihre Stärken – und auch ein paar Haken. Was passt besser zu euch?
Kindertagespflege bedeutet: Dein Kind wird meist von einer qualifizierten Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut – oft im eigenen Zuhause der Betreuungsperson. Die Gruppen sind klein, maximal fünf Kinder. Das schafft eine familiäre, individuelle Atmosphäre. Viele Tagespflegepersonen sind selbst Eltern und bringen viel Erfahrung mit.
Eine Krippe ist Teil einer Kindertageseinrichtung. Hier betreuen ausgebildete Fachkräfte eine größere Gruppe – oft 10 bis 15 Kinder pro Gruppe. Der Alltag ist stärker strukturiert, Abläufe sind verbindlicher.
Beide Betreuungsformen sind staatlich anerkannt und unterliegen gesetzlichen Vorgaben, Qualitätsstandards und regelmäßigen Kontrollen durch das Jugendamt.
Gerade wenn du im Schichtdienst arbeitest, flexible Abholzeiten brauchst oder ein besonders behutsames Eingewöhnen wünschst, kann eine Tagespflegeperson genau das Richtige für euch sein.
Individuelle Betreuung mit viel Nähe und Zuwendung
Flexible Zeiten, auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten
Kleine Gruppen – mehr Ruhe, weniger Reizüberflutung
Häufig familiäre Atmosphäre
Persönlicher Austausch zwischen Eltern und Betreuungsperson
Nicht überall gibt es ausreichend Tagespflegepersonen.
Urlaub oder Krankheit müssen geregelt sein – wie sieht die Vertretung aus?
Die Kosten können je nach Bundesland und Kommune höher ausfallen als bei der Krippe – oft gibt es jedoch finanzielle Unterstützung vom Jugendamt, wenn ein besonderer Betreuungsbedarf vorliegt.
Ein gutes Bauchgefühl ist wichtig – aber nicht alles. Achte auf:
Gegenseitige Sympathie: Die Chemie zwischen Kind, Eltern und Betreuungsperson sollte passen.
Kindgerechte Umgebung: Gibt es getrennte Schlaf- und Spielbereiche? Ist alles sicher und altersgerecht eingerichtet?
Tagesstruktur und Aktivitäten: Wie gestaltet die Tagesmutter den Alltag? Gibt es Ausflüge, kreative Angebote, gemeinsame Mahlzeiten?
Qualifikationen und Erfahrung: Hat die Betreuungsperson eine Pflegeerlaubnis? Nimmt sie an Fortbildungen oder Supervisionen teil?
Haustiere? Wenn ja, überlege gut, ob das für euer Kind passt – und gib dein Einverständnis schriftlich.
Vertragliches: Regel Urlaub, Krankheit, Essensversorgung und Betreuungszeiten schriftlich im Betreuungsvertrag.
Und ganz wichtig: Wie fühlt sich dein Kind dort? Wenn es gern hingeht, lacht, spielt und sich geborgen fühlt – dann habt ihr gemeinsam eine gute Entscheidung getroffen.
In einer Krippe bekommt dein Kind früh Kontakt zu anderen Kindern – das fördert soziale Kompetenzen und kann den späteren Übergang in den Kindergarten erleichtern, besonders wenn beides in derselben Einrichtung stattfindet.
Professionelle Betreuung durch Erzieherinnen und Erzieher
Klarer Tagesablauf mit festen Mahlzeiten, Ruhezeiten und Lernangeboten
Soziale Förderung durch den Kontakt zu Gleichaltrigen
Meist günstigere Beiträge als bei einer Tagesmutter (je nach Kommune)
Vollverpflegung ist häufig inklusive
Weniger Flexibilität bei den Betreuungszeiten – gerade bei Schichtarbeit kann das schwierig werden.
Größere Gruppen – für sensible Kinder anfangs vielleicht überfordernd
In vielen Regionen: Lange Wartelisten für Krippenplätze
Überlege gemeinsam: Was braucht euer Kind – und was braucht ihr als Eltern, um Beruf und Familie gut zu vereinen?
Ein paar Leitfragen zur Orientierung:
Wie sieht euer Arbeitszeitmodell aus? Gibt es Schicht- oder Wochenendarbeit?
Wünscht ihr euch eher eine ruhige, persönliche Atmosphäre oder ein soziales Lernumfeld?
Welche Form passt zu eurem Kind – ist es kontaktfreudig oder eher zurückhaltend?
Wie weit ist die Einrichtung oder Tagesmutter vom Wohnort oder Arbeitsplatz entfernt?
Gibt es finanzielle Unterstützungsangebote in eurer Stadt oder Gemeinde?
Mach dir am besten eine Liste mit euren Wünschen, Prioritäten und Einschränkungen. Dann schau dich frühzeitig um, führe Gespräche, nimm Besichtigungstermine wahr – und höre nicht nur auf den Kopf, sondern auch auf dein Herz.
Denn am Ende geht es um das Wichtigste überhaupt: das Wohl eures Kindes.
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