FamilienfinanzenGeburtTipps für Schwangere 13 3 Nadine Hell März 18, 2025
Herzlichen Glückwunsch! Dein Baby ist endlich da – eine aufregende und wunderschöne Zeit beginnt. Die ersten Wochen mit deinem Neugeborenen sind voller Kuschelmomente, neuen Herausforderungen und ganz viel Liebe. Doch während du dich an dein neues Leben als Elternteil gewöhnst, gibt es auch ein paar organisatorische Dinge, die erledigt werden müssen.
Behördengänge sind vermutlich das Letzte, woran du gerade denken möchtest – aber keine Sorge! Mit der richtigen Planung lassen sich die wichtigsten Formalitäten entspannt und stressfrei abhaken. Von der Geburtsurkunde über Kindergeld bis hin zur Krankenversicherung: Hier erfährst du Schritt für Schritt, welche Anträge gestellt werden müssen, welche Fristen gelten und welche Dokumente du brauchst.
Die Geburt deines Kindes muss offiziell beim Standesamt gemeldet werden – das ist Pflicht. Wenn du im Krankenhaus entbunden hast, übernimmt das in der Regel die Klinik. Hast du dein Baby zu Hause oder in einem Geburtshaus zur Welt gebracht, musst du oder eine andere anwesende Person die Geburt innerhalb von sieben Tagen beim Standesamt anzeigen.
Nach der Anmeldung erhältst du mehrere Geburtsurkunden für verschiedene Zwecke, z. B. für die Krankenkasse, das Elterngeld und das Kindergeld. Die persönliche Urkunde für deine Unterlagen kostet ca. 10 €.
💡 Tipp: Falls ihr euch noch nicht auf einen Namen geeinigt habt, habt ihr bis zu vier Wochen Zeit, um diesen nachzureichen.
Jedes Kind mit Wohnsitz in Deutschland hat Anspruch auf Kindergeld. Der Antrag läuft über die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Du kannst ihn online unter www.arbeitsagentur.de herunterladen oder direkt dort einreichen.
Der Anspruch besteht bis zum 18. Geburtstag des Kindes – in bestimmten Fällen (z. B. Ausbildung oder Studium) auch länger.
Elterngeld unterstützt Eltern, die ihr Kind in den ersten Lebensmonaten selbst betreuen. Je nach Lebenssituation kannst du zwischen Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonusmonaten wählen.
💡 Tipp: Der Elterngeldrechner unter www.bmfsfj.de hilft dir, dein voraussichtliches Elterngeld zu berechnen!
Mutterschaftsgeld wird in den Wochen vor und nach der Geburt gezahlt – normalerweise 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen danach (bei Frühgeburten oder Mehrlingen länger).
Wichtig: Während du Mutterschaftsgeld erhältst, bekommst du noch kein Elterngeld – das beginnt erst nach Ablauf der Mutterschutzfrist.
Falls ihr bisher Wohngeld bekommt oder durch das Kind Anspruch darauf habt, lohnt sich ein Antrag. Zuständig ist die Wohngeldstelle eurer Stadt oder Gemeinde.
Dein Kind braucht eine Krankenversicherung. In der gesetzlichen Familienversicherung ist das kostenlos möglich, wenn ein Elternteil gesetzlich versichert ist. Verdient ein privat versicherter Elternteil mehr als der gesetzlich versicherte, muss das Kind in der privaten Krankenversicherung angemeldet werden (kostenpflichtig).
💡 Tipp: Du hast zwei Monate Zeit, um dein Kind anzumelden – am besten erledigst du das direkt nach Erhalt der Geburtsurkunde!
Das Standesamt übermittelt die Geburtsanzeige zwar automatisch an das Einwohnermeldeamt, aber du benötigst eine Meldebescheinigung für Kindergeld- und Elterngeldanträge. Diese bekommst du direkt vor Ort.
Seit 2013 gibt es keine Lohnsteuerkarte mehr – alle Steuermerkmale werden elektronisch gespeichert (ELStAM-Verfahren). Der Kinderfreibetrag wird nicht automatisch eingetragen, sondern muss beantragt werden.
💡 Gut zu wissen: In den meisten Fällen ist das Kindergeld finanziell vorteilhafter als der Kinderfreibetrag.
Sind die Eltern nicht verheiratet, sollte der Vater die Vaterschaft anerkennen. Das geht auch schon vor der Geburt und ist beim Jugendamt oder Standesamt möglich. Dafür brauchst du di Personalausweise und Geburtsurkunden beider Elternteile, sowie die Zustimmung der Mutter. Auch das gemeinsame Sorgerecht kann beim Jugendamt beantragt werden.
Euer Neugeborenes sollte unbedingt mit in die private Haftpflichtversicherung aufgenommen werden. Bei dieser Gelegenheit lohnt sich auch ein Blick in die Lebens- oder Berufsunfähgkeitsversicherung, um die Absicherung der Familie zu prüfen.
Ja, es gibt einiges zu erledigen – aber keine Sorge! Mit dieser Checkliste bist du bestens vorbereitet. Am besten fängst du mit den wichtigsten Anträgen an: Geburtsurkunde, Kindergeld und Elterngeld. Der Rest kann nach und nach folgen.
Und vergiss nicht: Genieße die ersten Wochen mit deinem Baby!
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