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Wochenbett – Zeit für dich und dein Baby

Wenn dein Baby geboren wird, steht erst einmal alles Kopf, und das ist völlig normal. Um diesen neuen Lebensabschnitt so entspannt wie möglich zu beginnen, lohnt es sich, schon vor der Geburt ein wenig Vorbereitung auf das Wochenbett zu treffen. Ein wichtiger erster Schritt ist die Suche nach einer Hebamme. Sie wird dir nicht nur medizinisch zur Seite stehen, sondern auch emotional eine starke Unterstützung sein.

Das Wochenbett wörtlich nehmen

Ob natürliche Geburt oder Kaiserschnitt – nach der Geburt benötigt dein Körper Zeit und Ruhe, um sich zu regenerieren. Lass dich von Horrorgeschichten über die Zeit nach der Geburt nicht verunsichern. Es ist wichtig, dass du auf dich selbst und deine Bedürfnisse hörst. Nimm dir bewusst Zeit, um dich gemeinsam mit deinem Baby auszuruhen. Ja, die Wohnung könnte im Chaos versinken, aber das ist nicht schlimm. Wenn Verwandte oder Freunde helfen möchten, lass es ruhig zu – es wird die Zeit geben, in der du dich selbst um alles kümmern kannst.

Ernährung und Erholung

 Dein Körper hat während der Geburt eine enorme Leistung erbracht. Eine gute Ernährung unterstützt dich dabei, schnell wieder zu Kräften zu kommen. Hühnersuppe ist seit langem ein bewährtes Hausmittel, das dir helfen kann, deinen Körper mit Energie zu versorgen und die Blutbildung zu unterstützen. Vielleicht wäre es auch eine Idee, Familie oder Freunde zu bitten, Essen vorbeizubringen, wenn sie zu Besuch kommen. Und keine Sorge: Bestellungen beim Lieferservice sind absolut in Ordnung, solange du auf eine ausgewogene Ernährung achtest.

Neugeborenes mit Hebamme und Mutter.

Die ersten Tage nach der Geburt – das Frühwochenbett

In den ersten zehn Tagen, dem sogenannten Frühwochenbett, durchläuft dein Körper große Veränderungen. Die Gebärmutter zieht sich zurück, die Nachwehen können schmerzhaft sein, und der Milchfluss stellt sich ein. Jede Frau erlebt diese Zeit anders, und vor allem Frauen, die schon mehrere Geburten hinter sich haben, berichten oft von stärkeren Nachwehen. Wenn die Schmerzen zu intensiv werden, zögere nicht, deine Hebamme oder Ärztin um Hilfe zu bitten.

Wochenfluss und Hygiene

Der Wochenfluss, also die Blutung nach der Geburt, kann bis zu acht Wochen dauern. In dieser Zeit scheidet dein Körper Gewebereste aus. Verwende in dieser Zeit spezielle Binden, die regelmäßig gewechselt werden sollten. Tampons sind in dieser Phase nicht geeignet, da sie das Risiko einer Infektion erhöhen. Solltest du Veränderungen in der Blutung bemerken – etwa wenn sie plötzlich wieder stärker wird oder ganz aufhört – sprich unbedingt mit deiner Hebamme oder deinem Arzt.

Stillen – Geduld und Routine finden

Das Stillen kann in den ersten Tagen eine kleine Herausforderung sein. Mutter und Baby müssen sich erst aufeinander einstellen und eine Routine entwickeln. Es ist völlig normal, dass das Anlegen anfangs noch etwas schmerzhaft sein kann und die Brustwarzen empfindlich sind. Mit der richtigen Technik und ein wenig Geduld wird das Stillen bald zur Routine. Deine Hebamme wird dir zeigen, wie du dein Baby richtig anlegst, um Schmerzen zu vermeiden. Falls deine Brustwarzen wund sind, kannst du sie mit Muttermilch einreiben oder abgekühlte Teebeutel auflegen – das ist ein altbewährter Trick.

Rückbildung der Haut.

Rückbildung und Beckenbodentraining

Nach etwa sechs Wochen kannst du mit der Rückbildungsgymnastik beginnen. Besonders wichtig ist dabei das Training des Beckenbodens. Dies hilft dir, deine Muskulatur wieder zu kräftigen und langfristig Probleme wie Inkontinenz vorzubeugen. Viele Krankenkassen bieten Rückbildungskurse an, die von Hebammen geleitet werden – eine gute Möglichkeit, dich gleichzeitig auch mit anderen Müttern auszutauschen.

Emotionale Herausforderungen – Der Babyblues

Nicht zu unterschätzen ist der emotionale Zustand in den ersten Tagen nach der Geburt. Etwa drei Viertel aller frisch gebackenen Mütter erleben den sogenannten Babyblues. Das ist eine Phase, in der du dich vielleicht traurig, gereizt oder erschöpft fühlst. Das ist völlig normal und geht vorüber. Die hormonellen Umstellungen in deinem Körper tragen zu diesem Gefühl bei. Es kann sein, dass du vor Erschöpfung in Tränen ausbrichst oder dich überfordert fühlst. Aber denke daran: Du bist nicht allein, fast jede Mutter erlebt diese Achterbahnfahrt der Gefühle. Mit der Zeit wirst du wieder Klarheit gewinnen und die neue Situation als Mutter meistern.

Situation als Mutter meistern. Nimm dir Zeit und hab Geduld mit dir selbst

Es ist völlig in Ordnung, wenn du in dieser Zeit nicht alles im Griff hast. Gib dir selbst die Erlaubnis, dich auszuruhen und zu erholen, körperlich und emotional. Die erste Zeit mit deinem Baby ist besonders, aber sie kann auch anstrengend sein. Mit der Unterstützung deiner Hebamme und deines Partners wirst du diese Herausforderungen meistern und dich bald sicherer und routinierter in deiner neuen Rolle als Mutter fühlen.

Das Wochenbett ist eine wertvolle Zeit, in der du Kraft tanken kannst und dich auf dein Baby konzentrierst. Gib dir selbst die nötige Zeit, alles in deinem eigenen Tempo anzugehen. Bald wirst du auf diese Wochen zurückblicken und vielleicht überrascht sein, wie schnell du in deinen neuen Alltag gefunden hast.

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