Feinmotorik bezeichnet die Steuerung kleiner Muskelgruppen, besonders der Hände, Finger, Lippen oder Augen. Dazu gehören Bewegungen wie das Greifen nach einem Spielzeug, das Halten eines Stiftes oder das Zuknöpfen einer Jacke.

Grobmotorik ist die Fähigkeit, große Muskelgruppen zu koordinieren – Bewegungen wie Drehen, Krabbeln, Laufen, Balancieren oder Springen.

Beide Motorikformen sind eng verflochten. Ein Kind muss grobmotorische Kontrolle besitzen (etwa aufrecht sitzen), um feinmotorische Fähigkeiten zu entwickeln (etwa malen). Sie beeinflussen sich gegenseitig und bilden zusammen die Grundlage dafür, dass Kinder ihre Umwelt begreifen, mit ihr interagieren und Selbstständigkeit erlangen.

Die BZgA beschreibt motorische Entwicklung als zentrales Element der kindlichen Gesamtentwicklung (kindergesundheit-info.de). Wenn du den Eindruck hast, dass dein Kind motorische Meilensteine deutlich verzögert erreicht oder auffallend ungeschickt wirkt, sprich mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt darüber.