Der Nestschutz ist die passive Immunität eines Neugeborenen, entstanden durch mütterliche Antikörper, die über die Plazenta und später über die Muttermilch übertragen werden. Diese sogenannten Immunglobuline schützen dein Baby in den ersten Lebenswochen vor vielen Infektionen, besonders vor Masern, Röteln und Windpocken.
Die Dauer dieses Schutzes ist unterschiedlich und hängt von der Krankheit ab. Gegen Masern wirkt der Nestschutz oft mehrere Monate, gegen Grippe oder Keuchhusten meist kürzer. Der Antikörperspiegel sinkt kontinuierlich, besonders schnell bei nicht gestillten Babys. Frühgeborene profitieren weniger von diesem Schutz, da ihnen weniger Zeit zur Antikörperaufnahme blieb.
Wichtig zu wissen: Der Nestschutz ersetzt keine Impfungen. Spätestens ab dem 2. Lebensmonat werden erste Impfungen beim Kinderarzt oder der Hebamme wichtig, sobald dieser natürliche Schutz nachlässt. Die BZgA informiert umfassend über den optimalen Impfschutz für Säuglinge (kindergesundheit-info.de).
