Entwicklung von BabysHealthyKindergesundheit 16 Nadine Hell März 13, 2025
In einer Zeit, in der Selbstgemachtes im Trend liegt und soziale Medien voller DIY-Ideen für Babynahrung sind, fragen sich viele Eltern: Ist es wirklich sicher, die Ernährung ihres Babys in die eigenen Hände zu nehmen? Besonders bei Pre-Nahrung (Milch für Säuglinge ab Geburt) warnen Experten eindringlich vor selbst hergestellten Alternativen. Was steckt hinter diesen Warnungen, welche Risiken bestehen, und warum sind industriell hergestellte Produkte oft die bessere Wahl?
Die Idee, Babynahrung selbst herzustellen, erscheint auf den ersten Blick reizvoll. Frische Zutaten, volle Kontrolle über den Inhalt und die Gewissheit, nur das Beste für das eigene Kind zu tun – das klingt nach der perfekten Lösung. In sozialen Medien kursieren unzählige Rezepte und Anleitungen, die von Gemüsebreien bis hin zu „hausgemachter Pre-Nahrung“ reichen. Doch genau hier liegt das Problem.
Pre-Nahrung ist speziell für Neugeborene entwickelt und stellt eine Alternative oder Ergänzung zur Muttermilch dar. Sie enthält exakt abgestimmte Mengen an Nährstoffen, die ein Baby in den ersten Lebensmonaten braucht, darunter:
Eiweiße und Fette in der richtigen Balance.
Vitamine und Mineralstoffe, wie Eisen und Vitamin D.
Kohlenhydrate in Form von Lactose, wie sie auch in der Muttermilch vorkommt.
Diese exakte Zusammensetzung wird durch strenge gesetzliche Vorgaben in der EU reguliert. Ein Zuviel oder Zuwenig eines bestimmten Nährstoffs kann erhebliche gesundheitliche Folgen für ein Baby haben.
Säuglinge haben andere Bedürfnisse als Erwachsene oder ältere Kinder. Ihr Verdauungssystem und ihre Organe befinden sich noch in der Entwicklung, weshalb eine falsche Zusammensetzung der Nahrung schwerwiegende Folgen haben kann. Hier sind die größten Risiken:
Rezepte aus dem Internet oder von Laien bieten selten die wissenschaftliche Präzision, die für die Ernährung eines Säuglings notwendig ist. Zu viel Salz, zu wenig Eiweiß oder eine falsche Fettsäurezusammensetzung können Mangelerscheinungen oder Entwicklungsstörungen verursachen.
Die Hygieneanforderungen für selbstgemachte Babynahrung sind schwer einzuhalten. Mikroorganismen können sich in unzureichend sterilisierten Flaschen, Geräten oder Zutaten ansiedeln und schwere Infektionen auslösen.
Nicht alle natürlichen Zutaten sind für Babys sicher. Honig beispielsweise kann Botulismus-Sporen enthalten, die für Erwachsene harmlos, für Babys jedoch potenziell tödlich sind. Ähnliches gilt für Kuhmilch, die oft nicht die richtige Nährstoffzusammensetzung für Säuglinge hat.
Falsch zubereitete Pre-Nahrung kann zu Dehydration, Unter- oder Überernährung führen. In extremen Fällen drohen Organschäden, Krampfanfälle oder Wachstumsstörungen.
Die Herstellung von Babynahrung unterliegt in der EU strengen Sicherheitsstandards. Jede Packung Pre-Nahrung wird unter kontrollierten Bedingungen produziert, getestet und zugelassen. Hier einige Vorteile:
Präzision: Alle Nährstoffe sind genau dosiert und auf die Bedürfnisse von Säuglingen abgestimmt.
Hygiene: Die Produktion erfolgt unter höchsten Hygienevorgaben, um Verunreinigungen zu vermeiden.
Zuverlässigkeit: Eltern können sicher sein, dass jedes Produkt gleichbleibende Qualität bietet.
Selbstgemachte Babynahrung kann ab einem Alter von etwa sechs Monaten in Form von Breien sinnvoll sein – dann, wenn Beikost eingeführt wird. Auch hier gibt es jedoch wichtige Grundregeln:
Verwende nur geeignete Zutaten (z. B. keine stark gewürzten Speisen, kein Zucker oder Salz).
Achte auf die richtige Konsistenz und Hygiene.
Folge etablierten Rezepten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Wenn du deinem Baby das Beste bieten möchtest, ist es verständlich, dass du nach den natürlichsten und frischesten Optionen suchst. Dennoch ist es bei der Ernährung von Säuglingen entscheidend, sich auf wissenschaftlich geprüfte Produkte und Empfehlungen zu verlassen – insbesondere in den ersten sechs Lebensmonaten.
Vertraue auf geprüfte Pre-Nahrung: Sie wurde speziell für die Bedürfnisse deines Babys entwickelt.
Berate dich mit Expert*innen: Sprich mit deiner Hebamme oder Kinderärzt*in, wenn du Fragen zur Ernährung hast.
Sei kritisch gegenüber Internet-Rezepten: Überprüfe die Quelle und hinterfrage, ob die Informationen fachlich fundiert sind.
Babys erste Monate sind voller aufregender Veränderungen – auch für dich als Elternteil. Die richtige Ernährung legt den Grundstein für die Gesundheit und Entwicklung deines Kindes. Es mag verlockend sein, auf selbstgemachte Alternativen zurückzugreifen, doch bei Pre-Nahrung gilt: Sicherheit und Präzision gehen vor Kreativität. Dein Baby wird es dir danken! 💛
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