Eltern mit KleinkindernEntwicklung von BabysEntwicklung von Kindern 23 Lisa-Marie September 9, 2024
Du kennst das sicher: Dein Kind ist plötzlich völlig außer sich, weil der Becher in der „falschen“ Farbe ist oder du es wagst, die Tür zu öffnen, statt es machen zu lassen. Willkommen in der Trotzphase! Diese Zeit kann ziemlich nervenaufreibend sein, aber sie ist auch ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung deines Kindes.
Mit etwa eineinhalb Jahren fangen Kinder an, ihre Umgebung bewusster wahrzunehmen. Dein Kind versteht allerdings noch nicht, was ein „Nein“ wirklich bedeutet, wenn es wieder und wieder versucht, die Treppen hochzuklettern, obwohl du es verboten hast. In diesem Alter reagieren Kinder eher auf deine Mimik und Gestik als auf das, was du sagst. Vielleicht hast du das auch schon gemerkt: Ein bestimmter Gesichtsausdruck oder eine klare Geste wirkt oft viel besser als Worte.
Die Forschung zeigt, dass Kinder durch wiederholte, klare Gesten und konsequentes Handeln besser lernen, Gefahren einzuschätzen und Regeln zu verstehen. Es hilft zum Beispiel, wenn du immer dieselbe Geste machst, wenn du „Stopp“ sagst – das verknüpft dein Kind schneller miteinander. Und keine Sorge, auch wenn es mal länger dauert, dein Kind wird allmählich lernen, was erlaubt ist und was nicht.
Trotzanfälle sind wie Stürme – du kannst sie nicht stoppen, aber du kannst lernen, sie zu überstehen.
Die sogenannte Trotzphase beginnt meist zwischen 18 und 24 Monaten, aber jedes Kind ist anders, und bei manchen kann sie auch früher oder später starten. Trotzphase ab wann? Bei den meisten Kindern fängt sie rund um den zweiten Geburtstag an, wenn sie beginnen, ihre Unabhängigkeit zu entdecken. Das ist die Zeit, in der dein Kind seinen eigenen Willen testet, was für uns Eltern oft anstrengend sein kann, weil die Grenzen immer wieder ausgereizt werden.
Trotzphase wie lange? Die Trotzphase kann in der Regel bis zum vierten Lebensjahr andauern. Bei manchen Kindern dauert es länger, bei anderen ist sie kürzer und weniger intensiv. Wutanfälle gehören dazu, und ja, sie können echt anstrengend sein. Ob es der falsche Becher ist oder der Einkaufswagen nicht so geschoben wird, wie dein Kind es will – das ist keine Absicht, sondern eine normale Entwicklungsphase.
Eine Freundin von mir hat mal gesagt: „Trotzanfälle sind wie Stürme – du kannst sie nicht stoppen, aber du kannst lernen, sie zu überstehen.“ Und das stimmt! Neue Studien zeigen, dass es am besten ist, ruhig und geduldig zu bleiben. Auch wenn es schwerfällt, hilft es deinem Kind enorm, wenn du seine Gefühle anerkennst. Der Einsatz von „emotionaler Erziehung“ – also das aktive Eingehen auf die Emotionen des Kindes – hilft ihm, mit seinen Gefühlen umzugehen. Manchmal reicht es schon, einfach zu sagen: „Ich sehe, dass du wütend bist, weil du den blauen Becher wolltest. Es ist okay, wütend zu sein.“
Was Kinder in den ersten Lebensjahren am dringendsten brauchen, sind stabile Wurzeln und emotionale Sicherheit. Laut dem Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther haben Kinder zwei fundamentale Bedürfnisse: Sie wollen zu einer Gemeinschaft gehören und sie wollen etwas leisten. Ein liebevolles, sicheres Umfeld gibt deinem Kind den Raum, sich frei zu entfalten und Dinge selbst zu entdecken.
Das heißt, du kannst dein Kind ruhig Dinge ausprobieren lassen – selbst wenn es bedeutet, dass es sich mal die Schuhe verkehrt herum anzieht. Diese kleinen Schritte helfen deinem Kind, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Gleichzeitig braucht es aber auch klare, sichere Grenzen, an denen es sich orientieren kann.
Aktuelle Forschungen zeigen auch, dass der Einsatz von digitalen Medien bei Kindern unter drei Jahren deutlich reduziert werden sollte. Schnelle Bildwechsel und Reize überfordern das junge Gehirn und hindern es daran, seine natürliche Neugier auszuleben. Die WHO empfiehlt, Kindern in diesem Alter möglichst wenig Bildschirmzeit zu geben – also lieber die echte Welt entdecken lassen und nicht des Handy oder Tablett nutzen um duch die Trotzphase zu kommen!
Wenn dein Kind unbedingt mit einem Bildschirm spielen möchte, versuche es mit audiovisuellen Alternativen wie Hörspielen oder gemeinsamen Singen. Das fördert die Fantasie und hält die Mediennutzung in gesunden Grenzen.
Wir sind ein Autorenteam das Sie mit den Inhalten versorgen möchte welches Sie in dieser wichtigen Phase des Lebens bewegen. Wir sind für sie daher und zwar hautnah! 🙂
Schreiben Sie uns was Sie Wissen möchten und abonnieren Sie ihren personalisierten Newsletter.
Please login or subscribe to continue.
No account? Register | Lost password
✖Are you sure you want to cancel your subscription? You will lose your Premium access and stored playlists.
✖