GeburtTipps für Schwangere 1 Nadine Hell April 4, 2025
Wie wird es sein? Werde ich es schaffen? Und wie schlimm sind die Schmerzen wirklich? Solche Gedanken begleiten fast jede Schwangere. Und das ist vollkommen normal. Doch aus Unsicherheit kann schnell Angst werden – und genau das lässt sich vermeiden. Der Schlüssel: Wissen. Wer gut informiert ist, fühlt sich sicherer und erlebt die Geburt oft selbstbestimmter und entspannter.
Hebammen und Geburtsmedizinerinnen sind sich einig: Wer informiert und mental vorbereitet in die Geburt geht, hat weniger Angst – und braucht oft auch weniger Schmerzmittel. In Geburtsvorbereitungskursen lernst du, wie Wehenschmerz entsteht und wie du ihn aktiv beeinflussen kannst. Dabei geht es nicht nur um Techniken – es geht darum, Vertrauen in deinen Körper zu gewinnen.
Wehenschmerz hat eine Funktion: Er zeigt, dass sich dein Körper öffnet, dass dein Baby auf dem Weg ist. Aber ja – angenehm ist er natürlich nicht. Deshalb ist es gut, ein paar Strategien in der Tasche zu haben.
Hast du schon einmal bewusst geatmet, um Stress zu lindern? Genau das passiert auch unter der Geburt – nur viel intensiver. Mit bestimmten Atemtechniken, die du im Kurs oder mit einer Hebamme üben kannst, unterstützt du aktiv die Sauerstoffversorgung von dir und deinem Baby. Das kann Schmerzen lindern und dir ein Gefühl von Kontrolle geben.
Viele Kliniken und Praxen bieten geburtsvorbereitende Akupunktur an – meist ab der 36. Schwangerschaftswoche. Studien zeigen: Die Geburt kann dadurch kürzer und weniger schmerzhaft werden.
Diese sanften Methoden können unterstützend wirken – am besten abgestimmt von einer erfahrenen Hebamme oder Ärztin. Bachblüten etwa helfen, Angst oder innere Unruhe zu lösen – allerdings braucht es ein paar Tage Vorlaufzeit.
Ätherische Öle wie Lavendel, Zitrone oder Rose können beruhigen, stärken oder aufmuntern. In vielen Kreißsälen stehen dafür Diffuser bereit, sprich einfach mit deinem Geburtsteam.
Ein warmes Bad während der Eröffnungsphase wirkt entspannend. Und wenn du dich außerhalb der Wanne bewegst – mal gehen, sitzen, auf dem Pezziball wippen oder in den Vierfüßlerstand wechseln – kann das nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch die Geburt voranbringen.
Eine sanfte Rückenmassage – besonders im Lendenbereich – kann wahre Wunder wirken. Viele Paare lernen diese Techniken im Geburtsvorbereitungskurs.
Ob Hüftöffner oder Atemfokus – Yoga bereitet deinen Körper sanft vor und stärkt deine mentale Kraft. Wichtig: Lass dich unbedingt anleiten, besonders wenn du ganz neu dabei bist.
Opioide wie Pethidin oder ähnliche Medikamente werden meist in der frühen Phase der Geburt verabreicht. Sie können dir eine Atempause verschaffen, machen aber oft schläfrig. Auch auf das Baby können sie dämpfend wirken.
Wenn der Muttermund sich trotz Wehen kaum öffnet, kommen krampflösende Medikamente zum Einsatz. Diese unterstützen deinen Körper sanft, ohne das Baby zu belasten.
Die Periduralanästhesie (PDA) gilt als wirksamste Methode gegen Geburtsschmerz. Sie wird heute sehr flexibel dosiert: Du kannst dich oft trotzdem noch bewegen und spürst die Wehen, aber eben nicht mehr als Schmerz. Wichtig zu wissen: Mögliche Nebenwirkungen sind niedriger Blutdruck, Kopfschmerzen oder vorübergehende Taubheit in den Beinen.
Ist die Geburt schon weit fortgeschritten, kann eine Spinalanästhesie helfen – sie wirkt sehr schnell, vor allem bei einem geplanten Kaiserschnitt oder bei einer besonders schmerzintensiven Phase.
Kurz vor der Geburt kann außerdem ein Pudendusblock eingesetzt werden. Er lindert gezielt den Schmerz im Beckenbodenbereich, etwa wenn das Baby durch den Geburtskanal tritt – unterstützt aber nicht bei Wehenschmerzen.
Die Geburt ist ein intensiver, oft herausfordernder Moment – aber sie ist auch ein Aufbruch. Mit der richtigen Vorbereitung, einem liebevollen Umfeld und dem Vertrauen in deinen Körper kannst du ihn mit Stärke und Selbstbestimmung erleben.
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