Die Beckenendlage (BEL) ist eine Kindslage in der Schwangerschaft, bei der das ungeborene Kind mit dem Gesäß oder den Füßen nach unten liegt statt mit dem Kopf (Schädellage). Etwa 3–5 % aller Schwangerschaften enden in Beckenendlage. Es gibt mehrere Varianten: die reine Steißlage (Po unten, Beine angewinkelt), die Steiß-Fuß-Lage (Po unten, ein oder beide Füße nach unten) und die vollkommene Fußlage (beide Füße nach unten).
Die Beckenendlage ist keine Erkrankung, sondern eine Lagevariante. Viele Gründe können dazu führen: zu viel oder zu wenig Fruchtwasser, eine ungünstig liegende Plazenta, weniger Platz bei Mehrlingsschwangerschaften oder eine ungewöhnliche Gebärmutterform. Oft lässt sich aber keine eindeutige Ursache feststellen. Ärzt:innen oder Hebammen können die Beckenendlage ab der 32. Schwangerschaftswoche durch Tasten und Ultraschall diagnostizieren. Da sich Kinder bis zur 36. SSW noch spontan drehen können, wird die Lage regelmäßig kontrolliert.
Wenn dein Baby in Beckenendlage liegt, sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt über die nächsten Schritte. Die BZgA bietet dazu fundierte Informationen.