Eine Mehrlingsschwangerschaft bedeutet, dass du zwei oder mehr Babys gleichzeitig erwartest. Man unterscheidet dabei zwischen eineiigen Mehrlingen (entstanden aus einer befruchteten Eizelle, die sich teilt) und zweieiigen Mehrlingen (aus mehreren gleichzeitig befruchteten Eizellen). Genetische Faktoren, künstliche Befruchtung und manchmal reiner Zufall spielen eine Rolle bei ihrer Entstehung.

Ob Zwillinge, Drillinge oder mehr – eine Mehrlingsschwangerschaft gilt medizinisch als Risikopregnanz. Das bedeutet nicht, dass etwas schiefgehen wird, sondern dass dein Körper stärkeren Belastungen ausgesetzt ist: stärkere Gewichtszunahme, größerer Bauchumfang, häufiger Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht bei den Babys. Auch Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie treten gehäuft auf. Bei eineiigen Zwillingen kann ein sogenanntes fetofetales Transfusionssyndrom auftreten, bei dem einer der Zwillinge mehr Blut erhält als der andere.

Deshalb ist eine engmaschige ärztliche Betreuung notwendig – mit häufigeren Ultraschallkontrollen alle zwei bis drei Wochen. Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt über deine Betreuung und die richtige Klinik für die Geburt (kindergesundheit-info.de). Mehr über die praktische Vorbereitung und den Alltag mit Mehrlingen findest du in unserem Ratgeber zum Thema.