Die Plazenta, im Volksmund auch Mutterkuchen genannt, ist ein schwammartiges Organ, das sich aus mütterlichem und kindlichem Gewebe bildet und nur während der Schwangerschaft existiert. Sie entsteht ab der 4.–6. Schwangerschaftswoche und ist ab dem 3. Monat vollständig funktionsfähig. Über die Nabelschnur wird das Baby direkt mit der Plazenta verbunden – ein einzigartiges Kreislaufsystem.

Die Plazenta transportiert Sauerstoff, Nährstoffe und Antikörper von der Mutter zum Baby und bildet gleichzeitig wichtige Hormone wie Progesteron und Östrogene, die den Schwangerschaftsverlauf sichern. Sie schützt das Baby vor vielen Schadstoffen und Krankheitserregern. Nach der Geburt des Kindes löst sie sich in der dritten Geburtsphase ab – normalerweise innerhalb von 10–30 Minuten.

Bei Auffälligkeiten wie Plazenta praevia (tiefliegende Plazenta), frühzeitiger Ablösung oder Plazentainsuffizienz (unzureichende Versorgung) solltest du deine Hebamme oder deinen Arzt kontaktieren. Die BZgA bietet weitere Informationen zu Schwangerschaftskomplikationen.