Pucken ist das enge, aber sanfte Einwickeln eines Babys in ein Tuch oder einen speziellen Pucksack. Dadurch wird das Kind in eine Position gebracht, die an die Enge im Mutterleib erinnert.

Ursprung und Verbreitung

Die Methode ist keine moderne Erfindung. Schon im alten Griechenland und bei vielen indigenen Völkern wurden Babys eng in Tücher gewickelt. In Europa geriet Pucken lange in Verruf, erlebt seit den 1990er-Jahren aber eine Renaissance. In den USA und in Australien ist es heute verbreitet, in Teilen Asiens gehört es traditionell zum Alltag.

Wie es funktioniert

Beim Pucken werden Arme und Beine des Babys mit einem quadratischen Tuch fixiert. So kann es sich weniger durch den eigenen Moro-Reflex, das plötzliche Zusammenzucken bei Geräuschen oder Berührung, selbst erschrecken. Der enge Halt wirkt beruhigend, weil er an die Enge im Bauch erinnert. Dafür gibt es unterschiedliche Techniken und Hilfsmittel: klassische Pucktücher, Pucksäcke mit Klettverschluss oder Swaddle-Bags mit Reißverschluss.

Gepuckte Babys schlafen häufig ruhiger und länger, weil sie sich weniger durch die eigenen Bewegungen wecken.

Wie Fachleute das Pucken heute sehen

Kinder- und Jugendärzte raten inzwischen zur Vorsicht (kinderaerzte-im-netz.de). Diskutiert werden vor allem ein erhöhtes Überhitzungsrisiko, das mit dem plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht wird, sowie mögliche Auswirkungen auf die Hüftentwicklung, wenn die Beine zu stramm eingewickelt sind. Ob und wie lange Pucken für ein bestimmtes Baby infrage kommt, lässt sich am besten mit der Hebamme oder der Kinderärztin besprechen, die die individuelle Situation kennt.

Für die praktische Anwendung, sichere Techniken und die Frage, wann vom Pucken eher abzuraten ist, siehe den Ratgeber „Baby pucken – sinnvoll oder riskant?“.