Neugeborenenreflexe sind unwillkürliche, automatische Bewegungen, die dein Baby nach der Geburt zeigt. Sie entstehen durch bestimmte Reize und sind ein Zeichen für eine gesunde neurologische Entwicklung.

Diese Reflexe sind angeboren und dienen dem Überleben. Der Moro-Reflex (Schreckreflex) wird ausgelöst, wenn dein Baby nach hinten fällt oder einen plötzlichen Laut hört. Es breitet dann ruckartig Arme und Beine aus, bevor es sie wieder an den Körper zieht. Der Greifreflex bewirkt, dass dein Baby die Finger oder Zehen automatisch schließt, wenn du seine Handfläche oder Fußsohle berührst. Der Such- und Saugreflex hilft beim Stillen: Wenn du dein Baby an der Wange streichelst, dreht es den Kopf zum Reiz (Suchreflex). Spürt es dann etwas im Mund, setzt der Saugreflex ein.

Die meisten dieser Reflexe verschwinden nach den ersten Lebensmonaten wieder und werden durch bewusste, kontrollierte Bewegungen ersetzt. Das Robert Koch-Institut dokumentiert den zeitlichen Verlauf dieser Reflexe als wichtigen Teil der U-Untersuchungen (rki.de). Falls Reflexe asymmetrisch sind, völlig fehlen oder ungewöhnlich lange bestehen bleiben, sprich mit deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme darüber.