Das Schütteltrauma, auch Shaken Baby Syndrom genannt, ist eine Kopfverletzung, die durch heftiges, ruckartiges Schütteln eines Säuglings oder Kleinkindes entsteht. Da die Nackenmuskulatur von Babys noch nicht ausgereift ist, können die ruckartigen Kopfbewegungen nicht abgefangen werden. Dadurch reißen Blutgefäße, es entstehen Hirnblutungen und Verletzungen der Netzhaut im Auge.
Im Unterschied zu Stürzen oder Unfällen ist das Schütteltrauma eine nicht-zufällige Verletzung und gehört damit zur Kindesmisshandlung. Es entsteht meist in Momenten großer Überforderung, etwa wenn ein Baby anhaltend schreit.
Die Folgen können schwerwiegend sein: Von Krampfanfällen und Erbrechen in der akuten Phase bis hin zu bleibenden Schäden wie Entwicklungsstörungen, Sehbehinderungen, Lähmungen oder geistigen Beeinträchtigungen. Rund ein Viertel der betroffenen Kinder stirbt an den Folgen. Viele Überlebende benötigen lebenslange medizinische Betreuung.
Wenn du vermutest, dass ein Baby geschüttelt wurde oder ein Kind ungewöhnliche Symptome zeigt, ist ärztlicher Rat erforderlich. Die BZgA informiert über Schütteltrauma und dessen Prävention.