Übungswehen, auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt, sind unregelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter, die meist ab der 20. Schwangerschaftswoche auftreten und den Muttermund nicht öffnen. Anders als echte Geburtswehen folgen sie keinem Rhythmus und nehmen nicht an Intensität zu.

Der Körper trainiert damit die Gebärmuttermuskulatur für die Entbindung. Die Kontraktionen fühlen sich an, als würde der Bauch kurzzeitig hart werden — ein Druck- oder leichtes Zuggefühl, das meist nur wenige Sekunden bis Minuten andauert. Besonders ab der 36. Woche können sie häufiger und kräftiger werden. Frauen, die bereits Kinder geboren haben, spüren sie oft deutlicher.

Übungswehen sind völlig harmlos. Allerdings solltest du ärztlichen Rat oder deine Hebamme aufsuchen, wenn die Kontraktionen regelmäßig auftreten, sehr schmerzhaft sind oder mit Blutungen oder Fruchtwasserverlust einhergehen — diese Zeichen können auf vorzeitige Wehen hindeuten. Die BZgA informiert dazu auf kindergesundheit-info.de.