Definition

Der Blutdruck in der Schwangerschaft ist der Druck, den das Blut auf die Gefäßwände ausübt. Während der Schwangerschaft arbeitet der Kreislauf anders als sonst: Das Blutvolumen steigt um bis zu 50 Prozent, um Mutter und Kind zu versorgen. Dadurch sinkt der Blutdruck in den ersten Monaten oft ab und steigt gegen Ende der Schwangerschaft wieder an.

Was gilt als normal?

In der Schwangerschaft liegen die Werte meist zwischen 110–130/70–85 mmHg. Ein leicht gesunkener Blutdruck in der Frühschwangerschaft ist häufig und meist harmlos. Ab Werten über 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck — das kann auf eine Schwangerschaftshypertonie oder eine chronische Erkrankung hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Woran man es erkennt

Ein zu niedriger Blutdruck zeigt sich oft durch Schwindel, Müdigkeit oder kurzzeitiges Schwarzwerden vor Augen. Ein zu hoher kann Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Wassereinlagerungen verursachen — oder auch gar keine Symptome. Deshalb ist die regelmäßige Messung bei jeder Vorsorgeuntersuchung wichtig. Wenn du während der Schwangerschaft starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Oberbauchschmerzen hast, informiere deine Hebamme oder deinen Arzt.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert eine Präeklampsie, eine potenziell ernsthafte Komplikation, die mit erhöhtem Blutdruck, Eiweiß im Urin und bestimmten Symptomen einhergeht. Die BZgA informiert über Blutdruckveränderungen in der Schwangerschaft und wann ärztlicher Rat notwendig ist.