Dreimonatskoliken
Dreimonatskoliken sind anhaltende, wiederkehrende Schreiattacken bei Babys in den ersten Lebensmonaten, die nicht durch Hunger, nasse Windeln oder andere offensichtliche Ursachen zu erklären sind.
Medizinisch wird von Dreimonatskoliken ausgegangen, wenn ein Baby nach der sogenannten Dreier-Regel schreit: mehr als drei Stunden täglich an mindestens drei Tagen pro Woche über mindestens drei Wochen. Am häufigsten treten die Beschwerden zwischen der 2. und 4. Lebensmonat auf und verschwinden meist nach dem 3. oder 4. Monat von selbst. Schätzungen zufolge sind bis zu 20–25 % aller Babys betroffen.
Woran du Dreimonatskoliken erkennst: Das Baby hat plötzliche Schreiattacken, zieht die Beine an, ballt die Fäuste und hat einen geblähten, harten Bauch. Oft treten diese Attacken am späten Nachmittag oder Abend auf.
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt Hinweise auf ein noch unreifes Verdauungssystem, Gasbildung im Bauch oder auch individuelle Empfindlichkeiten gegenüber Nahrungsbestandteilen.
Dreimonatskoliken sind medizinisch meist harmlos, bedeuten aber eine erhebliche Belastung für Familien. Wann du einen Kinderarzt aufsuchen solltest und welche Wege es zur Linderung gibt, erfährst du im Ratgeber zum Thema Schreikind.

