Die Fruchtblase, auch Amnion genannt, ist die wassergefüllte Membran, die dein Baby in der Gebärmutter umgibt. Sie besteht aus zwei Schichten und bildet eine schützende Hülle.

Aufbau und Schutzfunktion

Solange sich dein Kind in der geschlossenen Fruchtblase befindet, ist es vor Bakterien geschützt. Gleichzeitig federt die Fruchtblase Stöße ab und isoliert dein Baby vor Temperaturschwankungen. Das Fruchtwasser wird in der Frühschwangerschaft durch Ultrafiltration des mütterlichen Plasmas gebildet. Ab der zwölften Schwangerschaftswoche bildet der Fetus zusätzlich Fruchtwasser durch Niere und Lunge. Zum Thema Fruchtwasser selbst findest du nähere Informationen in unserem Glossareintrag.

Sichtbarkeit im Ultraschall

Die Fruchtblase ist oft das erste Schwangerschaftszeichen auf dem Ultraschall. Aus dem Epiblasten entsteht die Amnionhöhle bereits sehr früh in der Entwicklung. Dein Arzt oder deine Ärztin wird die Größe der Fruchtblase messen, um den Schwangerschaftsverlauf zu verfolgen. Solltest du Fragen zu deinen Ultraschallbefunden haben, ist deine Hebamme oder dein Frauenarzt die richtige Ansprechperson.

Bei der Geburt

In der Austreibungsperiode springt die Fruchtblase, das Fruchtwasser läuft ab – der so genannte Blasensprung. Das kann während der Wehen passieren oder schon vorher. Der Blasensprung ist ein natürlicher Teil des Geburtsvorgangs.

Bei medizinischen Fragen zum Schwangerschaftsverlauf, zur Fruchtblase oder zum Blasensprung ist deine Hebamme oder dein Frauenarzt dein Ansprechpartner. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet weitere fundierte Informationen rund um die Schwangerschaft.