GBS (Streptokokken B) sind gramnegative Bakterien, die natürlicherweise in Darm und Vagina vorkommen können. Bei etwa 20–30 % aller gesunden Frauen lässt sich der Trägerstatus nachweisen, ohne dass es Beschwerden verursacht. Der Unterschied zu Streptokokken A, die eher Rachenentzündungen auslösen, liegt in ihrer Bedeutung für Mutter und Neugeborenes.
Das Risiko entsteht bei der Geburt. Kommt das Baby mit den Bakterien während der vaginalen Entbindung in Berührung, kann es zu einer Frühinfektion in den ersten sieben Lebenstagen kommen. Mögliche Folgen sind Sepsis, Lungenentzündung oder Meningitis. Eine Spätinfektion ist auch bis zur dritten Lebenswoche möglich.
Ob und wie die Infektion verläuft, hängt von Risikofaktoren ab: Frühgeburten, ein Blasensprung länger als 18 Stunden oder Fieber der Mutter während der Geburt erhöhen das Infektionsrisiko. Ärztlicher Rat oder die Hebamme können einordnen, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Die BZgA informiert zu GBS-Screening und Prävention und zeigt auf, wie eine Antibiotikagabe während der Geburt das Risiko senkt.