Die Kita-Eingewöhnung ist der schrittweise Prozess, in dem sich ein Kind an den Alltag in einer Kindertagesstätte gewöhnt und Vertrauen zu den Fachkräften aufbaut.

Das Kind verlässt dabei seine vertraute Familienumgebung und muss sich an neue Bezugspersonen, Räume, andere Kinder und einen strukturierten Tagesablauf angewöhnen. Diese Phase ist sowohl für das Kind als auch für die Eltern eine große Veränderung. In Deutschland haben sich etablierte Modelle wie das Berliner Modell durchgesetzt, das eine sanfte, schrittweise Anpassung über mehrere Wochen vorsieht. Dabei bleiben Eltern zunächst präsent und reduzieren ihre Anwesenheit dann allmählich.

Die Dauer ist unterschiedlich: Manche Kinder brauchen zwei bis drei Wochen, andere mehrere Monate. Das hängt vom Alter, der Persönlichkeit und bisherigen Erfahrungen des Kindes ab. In der Krippe (Kinder bis 3 Jahren) steht Sicherheit und Bindung im Fokus, im Kindergarten (ab 3 Jahren) die soziale Integration stärker im Vordergrund.

Wenn die Eingewöhnung schwierig verläuft oder dein Kind nach längerer Zeit dauerhaft belastet wirkt, bespreche das mit den Erziehern oder der Hebamme. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet weitere Informationen zur Kinderbetreuung.