Laktation ist der biologische Prozess der Milchbildung und -abgabe in der Brustdrüse. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort „lac“ (Milch) ab und beschreibt das Zusammenspiel von Hormonausschüttung, körperlicher Produktion und praktischem Stillen.

Zwei Hormone steuern diesen Prozess. Prolaktin regt die Milchproduktion in den Brustdrüsen an, während Oxytocin den Milchejektionsreflex auslöst – also das Ausstoßen der Milch beim Saugen. Bereits in der Schwangerschaft bereitet sich die Brust vor; nach der Geburt führt der Hormonabfall dazu, dass die Laktation vollständig in Gang kommt.

Die Laktation durchläuft verschiedene Stadien. Das Kolostrum, die erste gelbliche Milch, ist besonders reich an Antikörpern. Nach einigen Tagen folgt die Übergangsmilch, ab etwa zwei Wochen die reife Muttermilch. Funktioniert nach dem Prinzip „Angebot und Nachfrage“: Je häufiger das Baby trinkt, desto mehr Milch wird gebildet.

Schwierigkeiten wie Milchstau, Schmerzen oder das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, sind häufig. Treten Beschwerden auf, ist es sinnvoll, frühzeitig mit einer Hebamme oder Stillberaterin zu sprechen. Die BZgA bietet fundierte Informationen zur Stillförderung.

Praktische Unterstützung findest du in den Ratgebern „Stillen leicht gemacht“ und „Stilltipps für einen guten Start“, die konkrete Lösungen zeigen.