Das Wochenbett ist die Zeit direkt nach der Geburt, in der sich der Körper der Mutter von Schwangerschaft und Entbindung erholt und Baby und Eltern zueinanderfinden. Es dauert meist sechs bis acht Wochen. Der Berufsverband der Frauenärzte nennt genau diesen Zeitraum als übliche Dauer, in der sich die Gebärmutter zurückbildet und Wunden von Geburt oder Dammschnitt heilen (frauenaerzte-im-netz.de).
Frühwochenbett: die ersten zehn Tage
In den ersten zehn Tagen, dem sogenannten Frühwochenbett, ist die Rückbildung besonders spürbar. Die Gebärmutter zieht sich mit Nachwehen zusammen, die bei einer zweiten oder dritten Geburt oft stärker ausfallen als beim ersten Kind. Gleichzeitig setzt der Wochenfluss ein, eine Blutung, die insgesamt bis zu acht Wochen anhalten kann. Wird sie plötzlich wieder stärker oder riecht sie auffällig, ist das ein Grund, die Hebamme oder die Frauenärztin anzurufen statt abzuwarten.
Stillstart und Babyblues
Zwischen dem zweiten und fünften Tag stellt sich meist der Milcheinschuss ein, oft begleitet von einer spannenden Brust und ersten unsicheren Versuchen beim Anlegen. Parallel dazu verändert sich die Stimmung. Rund drei Viertel aller Mütter erleben den Babyblues, eine hormonell bedingte Phase von Traurigkeit oder Reizbarkeit. Sie vergeht von selbst. Hält die niedergeschlagene Stimmung länger an oder wird stärker, ist das etwas anderes als der Babyblues und ein Grund, mit der Frauenärztin oder der Hebamme zu sprechen.
Wie lange die einzelnen Prozesse dauern, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Wie lange die Erholung von der Geburt insgesamt dauert und wie die Rückbildung gezielt gestärkt wird, steht in den verlinkten Ratgebern.


